Steiermark


Steiermark

Steiermark (Steyermark), Herzogtum, Kronland des zisleithan. Teils der Österr.-Ungar. Monarchie [Karte: Österreichisch-Ungarische Monarchie III], 22.426 qkm, (1900) 1.356.494 meist deutsche E. [s. Beilage: Österreichisch-Ungarische Monarchie], großenteils Alpenland (Rottenmanner Tauern, Eisenerzer, Glein-, Steirische Alpen, Bachergebirge, Steiner Alpen). Hauptflüsse: Mur, Drau, Save, Enns; viele Alpenseen (Grundl-, Töplitz-, Kammer-, Alt-Ausseer, Leopoldsteiner See), über 70 Mineralquellen (Gleichenberg, Rohitsch, Neuhaus, Tüffer etc.); sehr gut angebaut (93 Proz. Acker-, Wiesen-, Waldboden). Haupterwerbsquelle: Hornviehzucht (in Ober-S.); bedeutende Geflügelzucht (steir. Kapaune, in Unter-S.). Universität, Technische Hochschule, Akademie für Handel und Industrie, Zeichenakademie (alle in Graz), Bergakademie (in Leoben), Staatsgewerbeschule (in Graz) etc. Landtag von 63 Mitgliedern; zum österr. Abgeordnetenhaus 27 Abgeordnete. An der Spitze der Verwaltung steht der Statthalter in der Hauptstadt Graz. Einteilung: 4 Städte mit eigenem Statut, 20 Bezirkshauptmannschaften. Oberlandes-, Landesgericht in Graz. Wappen: Feuer speiender, silberner Panther in Grün; auf dem Schilde ein Fürstenhut [Abb. 1801]; Landesfarben: Grün-Weiß. – S., ursprünglich von Kelten bewohnt, bildete einen Teil Kärntens und kam mit diesem unter Karl d. Gr. Otto d. Gr. gründete die Kärntner Mark. 1056 wurde Ottokar, Graf im Traungau, mit dieser belehnt und nannte sich Markgraf von Steier. Bis zur Mitte des 12. Jahrh. erhielt das Gebiet seiner Nachkommen die heutigen Grenzen von S. Ottokar IV. wurde 1180 Herzog. 1192 kam das Land an Österreich. 1282 belehnte Rudolf von Habsburg seine Söhne damit. – Vgl. Rosegger, »Das Volksleben in S.« (8. Aufl., 2 Bde., 1895); Immendörfer, »Landeskunde« (1903); zur Geschichte von Muchar (8 Bde., 1844-67), Gebler (1862), Mayer (1898).


http://www.zeno.org/Brockhaus-1911. 1911.

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